Do 08
April 2021
20:00
Konzert
Kesselhaus
Joachim Witt:
Rübezahls Rückkehr
Support: EKLIPSE
Joachim Witt ist wieder da. Stärker und konsequenter denn je. Im 71. Lebensjahr und passend zum 40. Jubiläum seines ersten Hitalbums „Silberblick“ mit dem NDW-Hit „Der Goldene Reiter“, steigt er als Rübezahl erneut zu den Sterblichen hinab und verkündet streitbar und entschlossen seine Botschaften mit markant – melodiöser, unverwechselbarer Stimmkraft. Nach seinem letzten Album „Rübezahl“, das 2018 erschienen ist und als das dunkelste Album seiner bisherigen Diskografie gilt und dem orchestralen Klassik-Meisterwerk „Refugium“ von 2019, präsentiert der Ausnahmekünstler jetzt seinen Nachfolger-Release: „Rübezahls Rückkehr“. Das Album, von dem Joachim Witt selbst sagt, er sei nun angekommen. Angekommen bei sich und in seiner musikalischen Heimat. 16 Alben veröffentlichte Joachim Witt seit 1980. Beginnend mit „Silberblick“ und dem ewigen Hit „Der Goldene Reiter“, welcher seinerzeit mit Gold ausgezeichnet wurde, über das 1998 erschiene Comeback-Erfolgsalbum „Bayreuth I“, das wiederum Platin-Status erreichte, bis „DOM“ in 2012, mit der Single-Auskopplung „Gloria“ und dem kontrovers diskutierten Video. Ist Joachim Witt bisher ein Garant für Vielseitigkeit, Genre-Wechsel und Stil-Mischungen gewesen, so fühlt er sich nun auf dem Album „Rübezahls Rückkehr“ im orchestralen wild-romantischen Metal-Sound zu Hause. Ob wuchtige Soundwände zu donnernder Atmosphäre oder ruhige demutsvolle Balladen, „Rübezahls Rückkehr“ vermittelt von zerbrechlich-zart bis archaisch-brutal die ganzen Gefühlsextreme auf einer Platte und beschreibt damit auch bis ins Mark hinein die Welten, in denen Joachim Witt von Anbeginn seines Daseins wandelt. Denn wie Rübezahl selbst ist auch Witt ein ambivalenter Widerspruchsgeist, ein vielgestaltiges Wesen. Spirituell und mit sich hadernd, rigoros und trostspendend, Impulsgebend für andere und stets ganz nah bei sich. Auch „Rübezahls Rückkehr“ entspringt wieder dem gemeinsamen Genius von Joachim Witt und Lord of the Lost-Mastermind Chris Harms. Bereits zum zweiten Mal vertraut Witt auf die Einflüsse des aus Hamburg-St. Pauli stammenden Dark-Rock-Visionärs mit seinem monumentalen Sound. Eine fruchtbare Allianz, die das Kreativ-Team bildet, das eine große emotionale Verbundenheit aufweist, die in den einzelnen Tracks hörbar wird. Mit Songs wie „Geist an das Licht“ oder „Wo blüht der Mohn“ verdeutlicht Joachim Witt einmal mehr, dass er konsequent nur das tut, was ihm seine innere Stimme sagt und er sich auch vor massiver Politik- oder Gesellschaftskritik nicht scheut. Die Ballade „Die Rückkehr“ bringt die Demut und Zerbrechlichkeit zum Ausdruck, die einer tiefen Liebe innewohnt und verdeutlicht dadurch den Kernpunkt des Albums „Rübezahls Rückkehr“: Große Emotionen. Joachim Witt, der Gefühlsmensch, ist zurückgekehrt zu sich selbst. Ein Mann, so kompromisslos mit sich und seiner Umwelt, wie eine Naturgewalt. Im Rahmen seiner kommenden Tournee kehrt er in voller Bandbesetzung auf die Bühnen Deutschlands zurück und präsentiert wieder einmal die enorme Bandbreite seines Schaffens.
Joachim Witt:<br><small><small>Rbezahls Rckkehr</small></small><br><small>Support: EKLIPSE</small>
Do 15
April 2021
20:00
Konzert
Maschinenhaus
The Slow Show
Support: Studio Electrophonique
Nach der Tour ist vor der Tour: Kaum haben The Slow Show in diesem Herbst ihre längste Europatour denn je absolviert und gönnen sich ein paar ruhige Tage, schon kommen sie mit der Ankündigung der nächsten Live-Termine um die Ecke. Dabei wollen Rob Goodwin (Gesang, Gitarre), Fred’t Kindt (Piano), Joel Byrne-McCullough (Gitarre) und Chris Hough (Percussion) allerdings eine andere Art von Konzerterlebnis bieten: Die Band wird ihre „Stripped-Down-Shows“ genannten Konzerte in deutlich kleineren Venues spielen und verspricht sich davon ein noch persönlicheres Spektakel - wenn das überhaupt möglich ist; sind doch Auftritte von The Slow Show immer sehr intensiv, packend und nahe am Herzen. Goodwins sonore Stimme, die aufwändigen Arrangements, und die zum Teil zurückhaltenden, zum Teil triumphalen Melodien - all das trägt zu der grandiosen Live-Show bei. Und das soll also jetzt noch gesteigert werden, wenn die Band im März 2020 mit einer musikalischen Mischung aus bekannten Stücken der drei bisherigen Alben und neuem Material, das Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden soll, zu uns kommt. „Die Wärme, die wir im Oktober bei unserer „Lust And Learn“-Tour gespürt haben, hat uns überwältigt“, schreibt die Band in ihrer Pressemitteilung zur Tour, „darum sind wir hoch erfreut anzukündigen, dass wir im März mit ganz besonderen und sehr intimen Shows zurückkehren werden. Wir werden neue Songs zum ersten Mal auf die Bühne bringen und einige unserer alten Stücke komplett neu interpretieren. Für uns ist diese kreative Phase sehr aufregend - und das wollen wir mit unseren Fans teilen. Das ist unser Dank für die loyale Unterstützung, die wir erfahren, und wir hoffen, dass diese Abende etwas Einzigartiges werden.“
The Slow Show<br><small>Support: Studio Electrophonique</small>
Do 29
April 2021
20:00
Konzert
Maschinenhaus
The Jerry Cans
Indie-Roots-Rock in der Sprache der Inuit
Das Konzert wird vom 26.04.20 auf den 29.04.21 verlegt! Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit! The Jerry Cans kommen aus der arktischen Region im Norden Kanadas, aus Nunavut. Sie wollen alles, nur keine Klischees über Inuitkultur und das Leben im hohen Norden bedienen. Ihr letztes, 2017 veröffentlichtes Album „Inuusiq“ (“Leben”, Aakuluk Music), speist sich aus Indie-Rock, Reggae und Country Noir, aber auch aus der Inuit-Sprache Inuktitut und traditionellem Kehlgesang. Aber ihre größte Inspiration ist das Leben selbst und die Klänge um sie herum. “Wir wollen für alle hörbar machen, wie der Norden klingt”, sagt Nancy Mike, Sängerin, Songwriterin und Gründungsmitglied der Jerry Cans. “Die Hunde unserer Nachbarn, die Krähen auf der Müllkippe, der Wind in einem Eissturm – diesen Klängen der Natur wollen wir Tribut zollen. Aber wir hören auch Bob Marley, und wir haben eine Meinung zu moderner Pop-Musik“. Schwierigkeiten sind in Nunavut keine Seltenheit. Die raue Schönheit der Landschaft prägt seit Jahrhunderten die Kultur der Inuk, doch die letzten Jahre haben massive Veränderungen mit sich gebracht. Die Gegend ist jetzt stärker an den Süden und den Rest der Welt angeschlossen. Gleichzeitig sind aber auch Isolation und Verzweiflung gewachsen und die Selbstmordrate gestiegen. The Jerry Cans stellen sich diesen Problemen frontal und drücken die Kämpfe und Freuden eines Lebens im Norden in ihrer Musik aus. Ob sie darüber singen, sich einen Tag freizunehmen, um Fischen oder Jagen zu gehen, oder Dylan-Songs umformen (“Ukiuq” ist als Inuktitut-Antwort auf “North Country Girl” entstanden): Der Band gelingt eine einzigartige Balance zwischen regional und global, alt und neu. “Wir wollen alte Folk-Formen mit modernen Sounds anreichern. Wenn wir uns an junge Menschen richten und über ihre Herausforderungen berichten, dann muss auch unsere Musik diesen Ausgleich zwischen Tradition und Erneuerung finden. Nur mit diesem Gleichgewicht können wir in dieser völlig verrückten Welt unseren Verstand behalten”. Flinke keltische Fiddles, die raue Erdigkeit des Kehlgesangs, kanadische Indie-Befindlichkeiten und arktischer Humor: Die Jerry Cans stehen wie keine zweite Band dafür, wie lebendig Roots-Rock und Native Music in Kanada sind. The Jerry Cans produzieren keine Remixe und keine Mashups. Sie schöpfen tief aus der Poesie-Tradition der Inuit, wo Gesang und Geschichten untrennbar mit dem Alltag verwoben sind. “Inuusiq“ beschwört die Funksignale, die sich Jäger hin- und herschicken- oder die Lieder, die Eltern für ihre Kinder schreiben und singen. So basiert “Paniarjuk” auf einem Lied, das Nancys verstorbener Vater für seine Enkeltochter auf einen Anrufbeantworter gesungen hat. Dabei verlieren sie nie den modernen Kontext, das echte Leben und die allgegenwärtige Musik aus den Augen. “THE JERRY CANS UNTERWANDERN DIE NORMEN DES MAINSTREAM, INDEM SIE SICH AUF IHRE WURZELN BESINNEN” – CBC “ROBUSTER ROOTS-ROCK, SCHROFFER KEHLGESANG UND BIERGESCHWÄNGERTER CELTIC PUNK – DIESE BEMERKENSWERTE GRUPPE HAT EINIGES AUF LAGER” – THE GLOBE AND MAIL
The Jerry Cans<br><small><small>Indie-Roots-Rock in der Sprache der Inuit</small></small>