Do 07
Mai 2020
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Tom Grennan - Album "Evering Road" Wie gestaltet man den Follow-Up zu einem Debütalbum, das einen zum Star gemacht hat und über ein Viertelmilliarde Mal gestreamt wurde? Was kommt als nächstes, wenn man die Royal Albert Hall und die Brixton Academy ausverkauft hat? Wenn man Tom Grennan heißt, dann fängt man einfach wieder von vorne an. Man gräbt tiefer. Man öffnet sich auf eine Art und Weise, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Und man kehrt mit Musik zurück, die die Konzertarenen in Begeisterung versetzt und die Herzen der Fans entflammt. Willkommen zu Tom Grennans großartigem zweiten Album „Evering Road“ - ein Ort der Liebe, des Liebeskummers und der Erlösung. Wenn du auf der Suche nach Songs warst, die das neue Jahrzehnt auf den Punkt bringen, bist du hier an der richtigen Adresse.  Toms erstes Album „Lighting Matches” war eines der zehn meistverkauften Debütalben des Jahres 2018 und randvoll mit großen Songs wie „Found What I’ve Been Looking For”, „Barbed Wire” und „Something In The Water”. Mitreißende Lieder, die allesamt auf einzigartige Weise von seiner hochemotionalen Stimme getragen werden, die einerseits Liebe und Trost verheißt, andererseits aber auch von Ungemach und teuflischen Bosheiten kündet. Keine Zweifel: mit einer derartigen Stimme hätte der charismatische Bauarbeitersohn auch Stücke schreiben und singen können, die weit weniger intensiv sind als diejenigen, die sich nun auf „Evering Road“ finden - und das Album wäre trotzdem ein großer Erfolg geworden. Doch Tom Grennan hat so viel auf dem Herzen, über das er singen möchte. Es gibt so viel zu sagen. Dank des Albums „Lighting Matches” war sich die Welt bereits bewusst, dass Tom Grennan einer der faszinierendsten und spannendsten Künstler ist, die Großbritannien seit Jahren hervorgebracht hat. „Evering Road“ ist nun ein weiterer gewaltiger Schritt nach vorne, eines der ersten klassischen Alben der neuen Dekade. „Ich weiß, was ich auf diesem Album abliefere“, fasst Tom zusammen. „Aus mir ist definitiv ein Künstler geworden, sowas hätte ich früher über mich selbst nie gesagt. Ich war schon immer ein Malocher, und ich bin es immer noch, zu 100%. Aber ich habe auf diesem Album auf eine andere Art malocht – ich habe mich darum gekümmert, was wirklich in meinem Kopf vor sich geht.“ Kommt nach Evering Road: ein herzliches und warmes Willkommen erwartet euch.   Foto: Presse_consense
Tom Grennan - Album 'Evering Road'
Fr 08
Mai 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
Amsterdam Klezmer Band
neues Album „Fortuna“
Den 75. Jahrestag der Kapitulation und der Befreiung vom Nationalsozialismus begehen wir im Kesselhaus mit einem Konzert der Amsterdam Klezmer Band. Sie präsentiert ihr 15. Album! Was Mitte der 1990er Jahre mit Straßenmusik in Hollands Hauptstadt begann, füllt längst große Konzertsäle und Festivalgelände überall auf der Welt- ihre "street credibility" hat sich die Amsterdam Klezmer Band (AKB) dennoch bis heute bewahrt. Die Formation spielt eine ureigene Variante des "Progressive Klezmer" mit Ecken und Kanten, mit rauen Stellen und Widerhaken. Und die ist auch partytauglich.  Die Niederländer kombinieren die Klezmer-Tradition mit Slawischem vom Schwarzen Meer, Balkan Brass und osteuropäischen Rhythmen, die an Vertracktheit kaum zu überbieten sind. Dazu kommen hie und da Klassikmomente, Blues, Jazziges, Reggae- und Rap-Anklänge. Eine einmalige Stilmelange, wie sie so nur von der Amsterdam Klezmer Band stammen kann. Die AKB steht auch auf ihrem neuesten Album überzeugend für eine Vermittlung von Tradition und Moderne, Bewahrung und Veränderung. Sie haben sich herausbegeben aus ihrer Komfortzone und mit dem Produzenten Stefan Schmid zusammengearbeitet: er gab jedem Bandmitglied den Auftrag, einen Song für ein anderes Bandmitglied zu schreiben. "Wir sind eine demokratische Band", merkt Leader Job Chajes, Primus inter Pares, dazu an. "Manchmal führt das zu Problemen und bringt uns in die Klemme, aber es ist diese Reibung und Unterschiedlichkeit, die uns unseren Sound verleiht." Ein erfrischendes Album ist entstanden und die Band freut sich sehr, es endlich live präsentieren zu können! Geht´s noch um Klezmer? Aber sicher! Der Klang von Klezmer-Musik verändert und entwickelt sich und es gibt keinen Anlass, diese Entwicklung zu stoppen. AKB steht für Klezmer heute und in Zukunft!   Die Bandmitglieder verstehen sich als Geistesverwandte der "klezmorim", jener fahrenden Musikanten jüdischer Abstammung, die bereits vor 200 Jahren durch Europa zogen. Ähnlich intensiv ist auch die Amsterdam Klezmer Band auf Achse, nur dass sie mithilfe moderner Transportmöglichkeiten heute die ganze Welt bereist. Über eintausend Konzerte hat sie in ihrer Laufbahn gegeben, besuchte 34 Länder, darunter Brasilien, Mexiko und Südkorea. Besetzung Jasper de Beer: Kontrabass, Gitarre, Banjo, Gesang   Job Chajes: Alt-Saxophon, GesangAlec Kopyt: Gesang, PercussionGijs Levelt: Trompete  Joop van der Linden: Posaune, PercussionJanfie van Strien: Klarinette, Gesang, Percussion  Theo van Tol or Ellen van Vliet: Akkordeon Foto (c) Fred Van Diem
Amsterdam Klezmer Band<br><small><small>neues Album Fortuna</small></small>
Sa 09
Mai 2020
15:00
Konzert
Maschinenhaus
Fest der
MAULTROMMEL / KHOMUS
Empfang und Konzert
  *** wird verschoben *** Virtuos*innen | Konzert | Empfang | Film | Vortrag | Workshop Empfang: 15:00 Uhr Berliner Maultrommelstammtisch lädt zum Empfang und heisst die Gäste aus Jakutien willkommen   Vortrag von Matze Bungers zu den Besonderheiten der KHOMUS die Maultrommel aus Sacha-Jakutien   Film „Olga aus dem Eis“ von Daniela Schulz und Gerd Conradt Konzert: 19:30 Uhr mit Spiridon Schischigin, Ivan Alekseev, Tuiara Zhirkova, Matze Bungers  und Varvara Stepanova „Khomus“ wird die Maultrommel in Jakutien genannt, der Republik im nordöstlichen Teil des asiatischen Russlands. Dort gilt das Jahrhunderte alte Instrument als Wahrzeichen und Botschafter für diese Region. Verschiedene Wirkungen werden dem Khomus-Spiel zugeschrieben. In einigen Ländern wird sie als Instrument der Erotik und Verführung gesehen. Der von Schamanen gespielten Maultrommel hingegen wird eine spirituelle und heilende Wirkung zugeschrieben. Der weltberühmte Soundschamane Spiridon Schischigin zum Beispiel demonstriert bei seinen Konzerten auf faszinierende Weise seine spezielle Art des Maultrommelspiels. Technisch brillant und mit hoher Virtuosität verführt er sein Publikum in Klangräume jenseits elektronischer Verstärkung. Beim Fest der Maultrommel im Maschinenhaus der Kulturbrauerei werden fünf Akteure an zwei Tagen die Musik sowie die kulturellen und spirituellen Hintergründe der Maultrommel beleuchten. Mit dabei sind Spiridon Schischigin, Ivan Alekseev, Tuiara Zhirkova, Matze Bunger und Varvara Stepanova. Alekseev Ivan Egorovich  Alekseev Ivan Egorovich ist Doktor der Philologie und Professor der NEFU, benannt nach M. K. Ammosov, einem Ehrenbürger der Stadt Jakutsk. Dort lebt, arbeitet und musiziert Egorovich noch heute und zeichnet als Autor für mehr als 200 Bücher verantwortlich. Als Maultrommel-Virtuose, auch Khomusist genannt, zog er mehrere Generationen von Maultrommel-Spielern auf, darunter befinden sich bekannte Namen. Mit seinen Schülern spielt Alekseev Ivan Egorovich noch heute weltweit. Beim Maultrommel-Fest wird der Gründer des Museums „Völker der Welt“ in Jakutsk über das Instrument und seine Hintergünde sprechen.  Matze Bungers Matze Bungers ist 1964 in Berlin geboren und spielt seit mehr als dreißig Jahren die verschiedensten Maultrommeln der Welt. Er ist Hobby - Ethnologe und hat sich neben seinem Musikwissenschyaftsstudium intensiv mit der Kultur der Sacha beschäftigt. Seit den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist er rgelmässig in der Republik Sacha (Jakutien) zu Gast, hat unzählige Gespräche gefüht, Dokumente gesichtet und Solisten, Solisteninninen und Ensembles bei ihrem Spiel auf dem Chomus belauscht.    Zhirkova Tuyara  Zhirkova Tuyara ist Maultrommel-Spielerin und Mitarbeiterin am Museums „Völker der Welt“ in Jakutsk, der Hauptstadt Jakutiens. Seit 2012 unterrichtet sie Kinder in den Grundlagen des Maultrommel-Spielens. Bei zahlreichen Auslands-Auftritten war sie bereits in Österreich Griechenland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Island, Japan und der Mongolei zu erleben.  Stepanova Varvara / Archyyna Stepanova Varvara aka Archyyna (das bedeutet „die bösen Geister austreiben“) ist  Interpretin traditioneller Volkslieder. Sie ist eine in ihrer Heimat Jakutien bekannte Khomusistin, bekannt für ihre virtuosen Improvisationen. Seit 2006 unterrichtet sie am „Yakutsk College of Music“ in M.N. Zhirkova.  Seit ihrer Kindheit spielt Stepanova Varvara Volkslieder, die „toyuk“. Seit 2016 ist sie auch als Solo-Interpretin tätig.           Spiridon Shishigin  Spiridon Shishigin unterrichtet als Lehrer für Mathematik und Informatik und ist  dabei leidenschaftlicher Anhänger der Khomus, der Maultrommel. Als Preisträger verschiedener Musiker-Preise trat er bei Konzerten, Meisterkursen und Therapiesitzungen in vielen Ländern Europas, Asiens und Amerikas auf. Als Autor zahlreicher Artikel und Bücher gilt er Kenner in Sachen „Kunst und Technik“ auf dem Khomus.  Über die Chomus der Sacha  Die Maultrommel ist fast auf der gesamten Erdkugel heimisch, sie kommt im gesamten asiatischen Raum, auf dem amerikanischen Kontinent und in fast gesamt Europa vor. Wissenschaftliche Erwähnungen finden sich seit rund fünfhundert Jahren1. In einigen Gebieten wurde die europäische Bügelmaultrommel eingeführt und ersetzte teilweise einheimische Instrumente: so in Lateinamerika, Nordamerika sowie West- und Südafrika. Eines jedoch hat die Maultrommel und ihre Musik in allen Länder gemeinsam, ihnen wird eine magische, mystische Kraft zugeschrieben. In einigen Gegenden wird der Maultrommel sogar Heilkraft zugeschrieben, besonders in solchen in denen sie den Schamanen als Hilfsmittel dient, aber auch in solchen, wo der praktische Schamanismus gar nicht mehr, oder wenn selten, nicht mit der Maultrommel betrieben wird. Ein solches Land ist die Republik Sacha (Jakutien). Dort ist seit dem Zerfall der Sowjetunion eine kulturelle Renaissance zu verzeichnen - es gibt in den meisten Schulen in denen die jakutische Sprache unterrichtet wird, auch ein Fach für jakutische Kultur. In vielen Schulen wird zusätzlich die Möglichkeit angeboten, das Spiel auf dem Chomus (der Maultrommel) zu erlernen. Neben drei Musikschulen in der Hauptstadt, kann man dieses in diversen Schulen und Freizeitzirkeln in der gesamten Republik tun. Das Spiel der Sacha (Jakuten) auf dem Chomus ist sehr virtuos und es gibt unzählige Ensembles und Solisten. Trotz einem sich ständig erweiternden musikalischem Spektrum kann man das Spiel der Sacha in drei Arten unterteilen: das traditionelle, das imitatorische und das moderne Spiel. Alle diese Arten beinhalten jedoch einen großen Anteil an Improvisation, da diese das Hauptelement der jakutischen Musik ist. Durch die seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts, zu beobachtende auch internationale Renaissance der Maultrommel2 und den nicht zuletzt dadurch vermehrten Auftrittsmöglichkeiten der Sacha (Jakuten) im Ausland sowie der Produktion von Tonträgern, ist eine Anpassung an westliche Hörgewohnheiten in der Entwicklung der dortigen Maultrommelmusik, verbunden mit ihren ursprünglichen Elementen zu verzeichnen.
<small><small>Fest der</small></small><br><small>MAULTROMMEL / KHOMUS</small><br><small>Empfang und Konzert</small>
So 10
Mai 2020
11:00
Workshop
Maschinenhaus
Fest der
MAULTROMMEL / KHOMUS
Workshop
  *** wird verschoben *** WORKSHOP Sonntag 10.5. 11 Uhr öffentlich & Eintritt frei Für Anfänger und Fortgeschrittene, Kinder und Erwachsene, unter Anleitung der jakutischen Spielerinnen, mit Übersetzung. KÜNSTLER / AKTEURE Alekseev Ivan Egorovich Alekseev Ivan Egorovich ist Doktor der Philologie und Professor der NEFU, benannt nach M. K. Ammosov, einem Ehrenbürger der Stadt Jakutsk. Dort lebt, arbeitet und musiziert Egorovich noch heute und zeichnet als Autor für mehr als 200 Bücher verantwortlich. Als Maultrommel-Virtuose, auch Khomusist genannt, zog er mehrere Generationen von Maultrommel-Spielern auf, darunter befinden sich bekannte Namen. Mit seinen Schülern spielt Alekseev Ivan Egorovich noch heute weltweit. Beim Maultrommel-Fest wird der Gründer des Museums „Völker der Welt“ in Jakutsk über das Instrument und seine Hintergünde sprechen. Zhirkova Tuyara Zhirkova Tuyara ist Maultrommel-Spielerin und Mitarbeiterin am Museums „Völker der Welt“ in Jakutsk, der Hauptstadt Jakutiens. Seit 2012 unterrichtet sie Kinder in den Grundlagen des Maultrommel-Spielens. Bei zahlreichen Auslands-Auftritten war sie bereits in Österreich Griechenland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Island, Japan und der Mongolei zu erleben. Stepanova Varvara / Archyyna Stepanova Varvara aka Archyyna (das bedeutet „die bösen Geister austreiben“) ist  Interpretin traditioneller Volkslieder. Sie ist eine in ihrer Heimat Jakutien bekannte Khomusistin, bekannt für ihre virtuosen Improvisationen. Seit 2006 unterrichtet sie am „Yakutsk College of Music“ in M.N. Zhirkova. Seit ihrer Kindheit spielt Stepanova Varvara Volkslieder, die „toyuk“. Seit 2016 ist sie auch als Solo-Interpretin tätig.         Spiridon Shishigin Spiridon Shishigin unterrichtet als Lehrer für Mathematik und Informatik und ist  dabei leidenschaftlicher Anhänger der Khomus, der Maultrommel. Als Preisträger verschiedener Musiker-Preise trat er bei Konzerten, Meisterkursen und Therapiesitzungen in vielen Ländern Europas, Asiens und Amerikas auf. Als Autor zahlreicher Artikel und Bücher gilt er Kenner in Sachen „Kunst und Technik“ auf dem Khomus. Matze Bungers Matze Bungers ist 1964 in Berlin geboren und spielt seit mehr als dreißig Jahren die verschiedensten Maultrommeln der Welt. Er ist Hobby-Ethnologe und hat sich neben seinem Musikwissenschafts-Studium intensiv mit der Kultur der Sacha beschäftigt. Seit den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist er regelmäßig in der Republik Sacha (Jakutien) zu Gast, hat unzählige Gespräche geführt, Dokumente gesichtet und Solist*innen und Ensembles bei ihrem Spiel auf dem Khomus belauscht. 
<small><small>Fest der</small></small><br><small>MAULTROMMEL / KHOMUS</small><br><small>Workshop</small>
Fr 15
Mai 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
Joachim Witt: Rübezahls Rückkehr
Support: EKLIPSE
Nachdem Joachim Witt gerade mit atemberaubenden Arrangements seiner Songs und einem großen Orchester auf eigener Refugium Klassik Tournee war, dabei allabendlich auf einzigartige Weise sein Publikum überzeugte und für Gänsehautmomente sorgte, kündigt der Ausnahmekünstler nun bereits seine nächste Konzertreihe an. Zum neuen Album "Rübezahls Rückkehr" kehrt Joachim Witt wieder in voller Bandbesetzung auf die Bühne zurück und lässt die Hallen erbeben mit einem mächtigen Klanggewitter, passend zum Sound des neuen Albums, dass vor der Tour erscheinen wird.   Erneut von Chris Harms (Lord of the Lost)  produziert, vereint das neue Album "Rübezahls Rückkehr" wie schon sein Vorgänger die Stimme von Joachim Witt mit wuchtigen Soundwänden zu einer donnernden Atmosphäre und erbaut eine Klangkathedrale von unglaublicher Intensität. Ein monumentaler Sound, der in dieser Verbindung wohl einzigartig ist. 16 Alben veröffentlichte Witt seit 1980. Beginnend mit Silberblick und der Auskopplung „Der Goldene Reiter“ (Gold Status), über das 1998 erschienene Comeback-Erfolgsalbum Bayreuth I (Gold Status), dessen Auskopplung „Die Flut“ sogar Platin erreichte, bis hin zu DOM in 2012 mit der Singleauskopplung „Gloria“ und dem überaus kontrovers diskutiertem Musikvideo dazu. Beim "Gothic meets Klassik" Event 2018 entstand etwas einzigartiges, etwas bleibendes: Headliner Joachim Witt nahm seine dortige Performance auf und veröffentliche an seinem 70. Geburtstag im Februar 2019 ein Audio-Livealbum mit dem Titel "Refugium" seines gefeierten Auftritts im Leipziger Gewandhaus. Viele Male erfand Joachim Witt sich bereits neu, dabei blieb er immer am Nerv der Zeit maßgeblicher deutscher Musikgeschichte. Nie scheute er vor Politik- und Gesellschaftskritik zurück.  Zeitlos sind seine Hits wie „Der Goldene Reiter“, der den Leistungsdruck und asozialen Aspekt des Kapitalismus, inklusive des eigenen Scheiterns beschreibt, sowie das legendäre Duett mit Peter Heppner bei dem Song "Die Flut“- ein Statement über das Streben nach einem besseren Leben oder überhaupt nach einer besseren Welt. Joachim Witt ist Rübezahl....Rübezahl ist Joachim Witt ......launisch, temperamentvoll, rigoros, stolz, Freund wie Feind und unvorhersehbar wie ein musikalischer Sturm.   Besucher und Fans dürfen sich erneut auf eine der spannendsten Tourneen des Jahres 2020 freuen!
Joachim Witt: Rbezahls Rckkehr<br><small>Support: EKLIPSE</small>
Do 21
Mai 2020
22:00
Konzert
Maschinenhaus
REMBETIKO NIGHT
mit TO GNOSTO TRIO (Athen) feat. Chrissi Papagiannouli
"They can’t take away our music" sang Eric Burdon 1970 mit der Band WAR und genau das galt auch für jene Griechen, die nach der Niederlage im Krieg 1922 gegen die Türken in einem großen “Bevölkerungsaustausch” millionenfach ihre kleinasiatische Heimat an der ägäischen Küste verlassen mussten und in den subkulturellen Rändern der großen Städte von Athen bis Thessaloniki keine neue Heimat, sondern nur eine Bleibe fanden. Kaum anerkannt im sozialen Abseits lebend blieb ihnen ihre Kultur, vor allem jene des Cafe Amán und seiner Musik. Sie war der Garant ihrer selbstbewussten Identität und sollte als Rembetiko zu einer der wichtigsten Musikkulturen Griechenlands werden. Häufig auch als griechischer Blues tituliert. Mit seiner Vitalität und widerständigen Natur wurde das Rembetiko im 20. Jahrhundert zu einem gesamtgriechischen Kulturphänomen, über Generationen und soziale Grenzen hinweg. Nach der klassischen Zeit in den zwanziger bis fünziger Jahren des letzten Jahrhunderts und den diversen Neorembetikowellen seit den späten sechziger Jahren ist das Rembetiko heute vor allem in den griechischen Städten allgegenwärtig. Im Grunde tritt es uns heute mit drei Gesichtern entgegen. Zum einen in endlos touristischen Varianten als Sound einer globalen Reisekultur, zum anderen in Gestalt virtuoser aber letzlich musealer Konservierung. Interessant sind aber vor allem jene, die mit weitreichenden anderen musikalischen Erfahrungen aber auch großem Respekt vor Repertoire und Spielweisen das Rembetiko als etwas Gegenwärtiges verlebendigen wollen. Zu letzteren gehört To gnosto trio mit der Sängerin  Chrissi Papagiannouli, die im Maschinenhaus gastieren werden. TO GNOSTO TRIO(dt. Das bekannte Trio) ist eine der bekanntesten und etabliertesten Rembetiko-Bands in Athen, wo sie seit 2010 kontinuierlich auftreten. Die Musiker der Band, die darüberhinaus auch in diversen anderen Formationen und als Studiomusiker spielen, stellen sich neben konzertanten Aktivitäten, auch über Athen hinaus, wöchentlich dem harten Urteil des griechischen Publikums, in dem sie regelmäßig in einer der historischen Tavernen, dem Klimataria im unsanierten Teil von Psyrri, auftreten. Hochrangige Rebetikogrößen sind nicht selten Gast dieser Taverne und so musizierte das Trio dort auch gemeinsam mit großen Namen wie Foteini Velesiotou, Dimitris Lappas, Spyros Goumas, Afentoula Razeli, Thodoris Mermigas, Dimitris Mitsotakis, Theodoros Kouelis, Dimitris Kontogiannis, Sophia Mermiga, Ntorita Chorafa und vielen anderen. Sie waren auch an Schallplattenproduktionen mit dem Komponisten Nikos Platyrachos beteiligt, der Musik für Giorgos Dalaras, Eleni Tsaligopoulou oder Stamatis Kraounakis schrieb. Chrissi Papagiannouliarbeitet mit dem Trio bereits seit sieben Jahren zusammen. Sie stammt aus Karditsa, wo sie Schülerin des Komponisten Dionysis Tsaknis war, und kam über Trikala, Geburtsort solcher Rebetikogrößen wie Tsitsanis, Kaldaras und Virvos nach Athen. Über das Trio hinaus musizierte sie mit hochrangigen Rebetikonamen wie Dionysis Savopoulos, Nikos Papazoglou, Giorgos Margaritis, Thanasis Polykandriotis, Leonidas Mpalafas, Nikos Dimitratos u.a. Geprägt durch Gesangstraditionen des Rembetiko ebenso wie der Laiki vardi verbunden mit einem intensiven theatralischem Minen- und Gestenspiel hat sie einen eigenen Stil geprägt, der mit der Spielweise des Trios kraftvoll harmoniert. To Gnosto Trio & Chrissi Papagiannouliverstehen sich auch in konzertanten Auftritten am Ende aber immer als gesellige Unterhalter, die das Publikum nicht nur begeistern, sondern auch zum Singen und Tanzen animieren. Besetzung: Tasos Giannousis (Bouzouki, Gesang, Bandleader) Panagiotis Katsimanis (Gitarre, Gesang) Antonis Tzikas (Contrabass, Gesang) Chrissi Papagiannouli (Gesang)
REMBETIKO NIGHT<br><small><small>mit TO GNOSTO TRIO (Athen) feat. Chrissi Papagiannouli</small></small>
Mo 25
Mai 2020
19:30
Lesung
Maschinenhaus
Rebekka Kricheldorf "Lustprinzip" Eine Hommage an das wilde, lebenshungrige Berlin und an die Zeit der wahren Party. Rebekka Kricheldorfs Roman ist ein sprachliches Feuerwerk, scharf gezeichnet und echt Berlin, mitten in den Neunzigern. Die Stadt liegt da wie eine utopische Verheißung, offen für alle: für Fabian, den drogenaffinen Partyhengst, den dichtenden Alki Lennard, die depressiv-hysterische Lily, verkrachte Bildungsbürgerkinder und Hausbesetzer, die in verschiedenen Lebens- und Kunstdisziplinen vor sich hin dilettieren. Zwischen ihnen treibt Larissa durch die Stadt, geflüchtet aus der Provinz, möchte irgendwie studieren, ist aber auch auf der Suche nach vielfältigen Objekten ihres Begehrens: Sie träumt von dem Einen, Unerreichbaren, folgt Verlockungen am Wege, versucht sich in gesunder Zweisamkeit und verzehrt sich in einer schweren sexuellen Obsession – wie lange kann das alles gutgehen? Denn die Neunziger, das sind auch Abstürze und die Vorboten der Gentrifizierung. Irgendwann stellt sich auch für Larissa die ewige Frage, ob man ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft werden möchte – oder lieber als heiliger Outlaw im glamourösen subkulturellen Slackertum verschwindet. Rebekka Kricheldorf zählt zu den wichtigsten deutschen Theaterautorinnen. Ihre knapp vierzig Stücke und Dramatisierungen („Liebesdienst“, „Testosteron“, „Das blaue Licht“ etc.) wurden an den renommiertesten Bühnen, etwa am Deutschen Theater Berlin, Schauspielhaus Hamburg, Staatstheater Stuttgart oder am Neumarkttheater Zürich uraufgeführt. 2019 hat sie die Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik inne. "Lustprinzip" ist ihr erster Roman. Rebekka Kricheldorf lebt in Berlin. „Lustprinzip“ erscheint am 19. Mai 2020 bei Rowohlt Berlin Foto: Robert Frank
Rebekka Kricheldorf 'Lustprinzip'
Sa 30
Mai 2020
21:00
Konzert
Maschinenhaus
Radio Vomeer
Release Party
erste Berliner Techno-Revue
  RADIO VOMEER liefert feinste hand-gemachte Elektrosounds der Extraklasse und grätscht stilsicher einmal quer durch die letzten drei Jahrzehnte Berliner Elektronik-Szene. Mit dem neuen Album „Farben“ setzen Frontmann Herold Vomeer und Producer MecsTreem neue Maßstäbe für die Dancefloors der Stadt: der astreine Elektro-Pop bewegt im wahrsten Sinne des Wortes mit  sozialer Message. Hier gibt’s kein Junk-Food, sondern Musik ohne Zusatzstoffe - kein Wunder, denn die beiden Künstler kennen die Szene seit Jahren und wissen, was sie ihren Leuten schuldig sind: nicht nur extrem tanzbare Beats, sondern auch Engagement für die Themen der Zeit. Titeltrack und Albumtitel „Farben“ stellen sich ganz in den Dienst der Vielfalt. Egal, woher du kommst oder wen du liebst - wir sitzen alle im selben Boot. Und auf dem ist Platz genug. So lautet die klare Position gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, und die wird stabil auf deutsch vorgetragen. Dabei liefert RADIO VOMEER mit seiner Performance ein Charakterstück der charmantesten Art, das man einfach gesehen haben muss. Im Inneren der Rampensau menschelt es gewaltig, da ahnt man, dass der Typ nicht nur meint, was er singt, sondern auch fühlt. Ziemlich großartig, wie er einem die Beats und Lyrics direkt unter die Füße schießt - da bleibt niemand bewegungslos. Und dass er bei aller Lebensfreude seinen Auftrag ernst nimmt, ist unüberhörbar.   RADIO VOMEER setzt das Debutalbum FARBEN mit „The Royal Showtanztruppe“ als Techno Revue auf der Bühne des Maschinenhauses in der Kulturbrauerei in Scene. Sinan Mercenk und Michael Bründel sind an den Decks mit von der Partie. Mitsingen und Mittanzen ist hier Ehrensache! “Vorhang auf für die erste Berliner Techno Revue!” Must see. Must listen. Leinen los! Schiff Ahoi!   Ein Teilerlös des Konzerts geht direkt an die Seebrücke. Foto: dnietze
Radio Vomeer<br><small>Release Party</small><br><small><small>erste Berliner Techno-Revue</small></small>
So 31
Mai 2020
21:00
Konzert
Kesselhaus
Pinhani
Support: DJ Cantay & DJ Ozan36
Die türkische Band aus Istanbul "Pinhani" welche im Jahre 2004 durch Sinan Kaynakci gegründet wurde, hat ihr erstes Album "Inandigin Masallar" (Übersetzt: Geschichten, die du glaubst) im Jahre 2006 herausgebracht. Die Band, die innerhalb kürzester Zeit Landesweit durch viele Konzerte einen großen Bekanntheitsgrad und große Beliebtheit erlangt hat, erreichte jedoch ihren größten Durchbruch durch die von ihnen geschriebene und gesungene Serienmusik zu "Kavak Yelleri". Im Jahre 2008 erschienen das Album "Zaman Beklemez" (Übersetzt: Die Zeit wartet nicht) und die Band nahm darauf hin bei zahlreichen Festivals teil und gab landesweit weitere unzählige Konzerte. Die Gruppe stärkte den Bund mit ihren eng verbandelten Fans im Jahr 2011 durch die Veröffentlichung des Liedes "Yitirmeden" (Übersetzt: Ohne zu verlieren) und des Albums "Baska Seyler" (Übersetzt: Die anderen Dinge) im Jahre 2012. Im Jahre 2013 brachte Pinhani mit ihrem Album "Canli Yayin" (Übersetzt: Live Übertragung) eine Platte herraus, auf der es zum ersten mal ein Augenzwinkern Richtung der 80er Jahre gab und viele Stücke auf verschiedenste Art und Weise in privater Atmosphäre in einem kleinen Konzert aufgenommen wurden. Zu dieser Zeit hatte Pinhani ebenso angefangen mit zahlreichen Musikern verschiedenste Projekte anzugehen und wurde lediglich durch ihre musikalische Präsenz mit ihren Liedern, ohne komplett selber in Erscheinung zu treten zu eine der am beliebtesten Bands des Landes. Die Gruppe trat nun genau 10. Jahre nach der Gründung mit ihrem fünften Album "Kediköy" (Übersetzt: Katzendorf) wieder stark in Erscheinung. Bei den Konzerten von Pinhani kommen die Gäste neben den bekannten Liedern der Band auch in den Genuss alter türkischer Volkslieder, womit Musiker eine perfekte Brücke zwischen den Wurzeln der türkischen Musik und dem "Neuen" bilden...   Musiker: Sinan Kaynakci - Vocal, Guitar, Alto Saxophone Eray Polat - E-Guitar Hami Ünlü - Drums Selim Aydin - E-Bass, Vocal Dincer Demirci - E-Guitar
Pinhani<br><small>Support: DJ Cantay & DJ Ozan36</small>