Di 05
Mai 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
Baxter Dury Der Sohn von Ian Dury ("Sex And Drugs And Rock And Roll") hatte eigentlich nie vor, in die musikalischen Fußstapfen des Vaters zu treten. Wäre ja auch viel zu offensichtlich. Erst mit 30 fängt der Jahrgang 1971 langsam an, Musik zu produzieren. Vater Ian ist bereits tot, als Baxter Dury konsequenter an eigenen Songs feilt. Auf die "Oscar Brown"-EP 2001 folgt 2002 das Debütalbum "Len Parrot's Memorial Drift". Indie-Songwritertum, Bohemian Cool und ein sarkasmusgewandtes Understatement prägen den speziellen Dury-Funk. Ob mit Streichern oder Synthies, jederzeit croont sich der Sänger aus dem britischen Wingrave, Buckinghamshire durch Tracks voller Ennui und Augenrollen. "I don't think you know who I am – I'm the sausage man", heißt es etwa in einem Dury-Song, der wie so oft alles und nichts über dessen Identität aussagt. Blinzelnder englischer Humor und Untertöne aus Existenzialismus und Versagensangst prägen seine Musik. Klar ist andererseits, dass sich seine Musik im Umfeld der Flaming Lips, Arab Strap, Magnetic Fields und in Nachbarschaft zu subtilem Discofunk bewegt; und dass Durys Weg zur Musik ein umweglastiger ist. Die Schule bricht Baxter vorzeitig ab, derweil ihm Jazz, Funk und Soul einen sinnigeren Ausweg aus der Normativität bedeuten. Er arbeitet später eine Weile in einem Uhrenladen und wirkt in einigen Indie-Filmprojekten mit. Doch erst die Freundschaft mit Rough Trade-Gründer Geoff Travis verhilft seinem musikalischen Ich auf die Sprünge. Nach dem Tod des Vaters sucht sich Dury kreative Unterstützung bei Portisheads Geoff Barrow und Adrian Utley sowie Pulps Richard Hawley und veröffentlicht seine Premieren-EP. Die wird prompt "Platte der Woche" im britischen Fachblatt NME. Später erscheinen Durys Platten beim Indie PIAS. Foto: Presse_consense
Baxter Dury
Fr 08
Mai 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
Amsterdam Klezmer Band Den 75. Jahrestag der Kapitulation und der Befreiung vom Nationalsozialismus feiern wir im Kesselhaus mit einem Konzert der Amsterdam Klezmer Band. Sie präsentiert ihr 15. Album! Was Mitte der 1990er Jahre mit Straßenmusik in Hollands Hauptstadt begann, füllt längst große Konzertsäle und Festivalgelände überall auf der Welt- ihre "street credibility" hat sich die Amsterdam Klezmer Band (AKB) dennoch bis heute bewahrt. Die Formation spielt eine ureigene Variante des "Progressive Klezmer" mit Ecken und Kanten, mit rauen Stellen und Widerhaken. Und die ist auch partytauglich. Die Niederländer kombinieren die Klezmer-Tradition mit Slawischem vom Schwarzen Meer, Balkan Brass und osteuropäischen Rhythmen, die an Vertracktheit kaum zu überbieten sind. Dazu kommen hie und da Klassikmomente, Blues, Jazziges, Reggae- und Rap-Anklänge. Eine einmalige Stilmelange, wie sie so nur von der Amsterdam Klezmer Band stammen kann. Die AKB steht überzeugend für eine Vermittlung von Tradition und Moderne, Bewahrung und Fortschritt. Sämtliche Mitglieder steuern Songmaterial bei. "Wir sind eine demokratische Band", merkt Leader Job Chajes, Primus inter Pares, dazu an. "Manchmal führt das zu Problemen und bringt uns in die Klemme, aber es ist diese Reibung und Unterschiedlichkeit, die uns unseren Sound verleiht." Die Bandmitglieder verstehen sich als Geistesverwandte der "klezmorim", jener fahrenden Musikanten jüdischer Abstammung, die bereits vor 200 Jahren durch Europa zogen. Ähnlich intensiv ist auch die Amsterdam Klezmer Band auf Achse, nur dass sie mithilfe moderner Transportmöglichkeiten heute die ganze Welt bereist. Über eintausend Konzerte hat sie in ihrer Laufbahn gegeben, besuchte 34 Länder, darunter Brasilien, Mexiko und Südkorea. LINE UP Jasper de Beer: double bass, guitar banjo, backing vocals Job Chajes: alto saxophone, vocals Alec Kopyt: vocals, percussion Gijs Levelt: trumpet                                                     Joop van der Linden: trombone, percussion Janfie van Strien: clarinet, backing vocals, percussions Theo van Tol: accordion Foto (c) Fred Van Diem
Amsterdam Klezmer Band
Fr 15
Mai 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
Joachim Witt: Rübezahls Rückkehr
Support: EKLIPSE
Nachdem Joachim Witt gerade mit atemberaubenden Arrangements seiner Songs und einem großen Orchester auf eigener Refugium Klassik Tournee war, dabei allabendlich auf einzigartige Weise sein Publikum überzeugte und für Gänsehautmomente sorgte, kündigt der Ausnahmekünstler nun bereits seine nächste Konzertreihe an. Zum neuen Album "Rübezahls Rückkehr" kehrt Joachim Witt wieder in voller Bandbesetzung auf die Bühne zurück und lässt die Hallen erbeben mit einem mächtigen Klanggewitter, passend zum Sound des neuen Albums, dass vor der Tour erscheinen wird.   Erneut von Chris Harms (Lord of the Lost)  produziert, vereint das neue Album "Rübezahls Rückkehr" wie schon sein Vorgänger die Stimme von Joachim Witt mit wuchtigen Soundwänden zu einer donnernden Atmosphäre und erbaut eine Klangkathedrale von unglaublicher Intensität. Ein monumentaler Sound, der in dieser Verbindung wohl einzigartig ist. 16 Alben veröffentlichte Witt seit 1980. Beginnend mit Silberblick und der Auskopplung „Der Goldene Reiter“ (Gold Status), über das 1998 erschienene Comeback-Erfolgsalbum Bayreuth I (Gold Status), dessen Auskopplung „Die Flut“ sogar Platin erreichte, bis hin zu DOM in 2012 mit der Singleauskopplung „Gloria“ und dem überaus kontrovers diskutiertem Musikvideo dazu. Beim "Gothic meets Klassik" Event 2018 entstand etwas einzigartiges, etwas bleibendes: Headliner Joachim Witt nahm seine dortige Performance auf und veröffentliche an seinem 70. Geburtstag im Februar 2019 ein Audio-Livealbum mit dem Titel "Refugium" seines gefeierten Auftritts im Leipziger Gewandhaus. Viele Male erfand Joachim Witt sich bereits neu, dabei blieb er immer am Nerv der Zeit maßgeblicher deutscher Musikgeschichte. Nie scheute er vor Politik- und Gesellschaftskritik zurück.  Zeitlos sind seine Hits wie „Der Goldene Reiter“, der den Leistungsdruck und asozialen Aspekt des Kapitalismus, inklusive des eigenen Scheiterns beschreibt, sowie das legendäre Duett mit Peter Heppner bei dem Song "Die Flut“- ein Statement über das Streben nach einem besseren Leben oder überhaupt nach einer besseren Welt. Joachim Witt ist Rübezahl....Rübezahl ist Joachim Witt ......launisch, temperamentvoll, rigoros, stolz, Freund wie Feind und unvorhersehbar wie ein musikalischer Sturm.   Besucher und Fans dürfen sich erneut auf eine der spannendsten Tourneen des Jahres 2020 freuen!
Joachim Witt: Rbezahls Rckkehr<br><small>Support: EKLIPSE</small>