Do 02
Mai 2019
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Afenginn
Record Release Tour: Klingra
Mehrfach ausgezeichnet bei den Danish Music Awards für „Bestes Album“, „Bester Komponist“ und „Bester Liveact“ Afenginn und ihr Komponist Kim Nyberg haben sich musikalisch in den letzten Jahren in Richtung  Post-classical / Progressive / Nordic Ambient entwickelt. Dieser schwer greifbare Künstler ist irgendwo zwischen Yann Tiersen, Sigur Rós, Philip Glass, Arvo Pärt und Angelo Badalamenti zu verorten… die Musik ist sehr atmosphärisch und klangmalerisch, teils filigran und delikat, teils bombastisch, meist instrumental – und vor allem unaussprechlich schön, berührend, überwältigend. Jedes der sechs bisher unter dem Namen Afenginn erschienenen Alben unterschied sich deutlich von seinem Vorgänger. Aber wenn man genauer hinsieht, dann merkt man, dass Nyberg einfach seit Jahren an seiner musikalischen Sprache feilt – mit vertraut klingenden Motiven, asymmetrischer Rhythmik und Harmonien, die den Hörer unbemerkt immer tiefer in ein düsteres Dickicht voller interessanter Spielereien entführen. Nybergs kommendes, siebtes Album „Klingra“ („der Kreis“ auf färöisch) ist eine ruhige und gleichzeitig leidenschaftliche Komposition. Sowohl die Musik als auch die Texte in färöischer Sprache wurden in kreisförmigen Mustern unterschiedlicher Länge angelegt – wie Zahnräder in einem Uhrwerk. Manchmal überkreuzen sich parallel laufende Themen, was zu einem kurzen Moment der Dissonanz oder einem überraschenden Gleichklang führt. Insgesamt ist das Album wahnsinnig gefühlvoll, kontemplativ und melancholisch – mit einem hellen Schimmer am Horizont. Auch das Vinyl dient der Komposition: Zwei verschiedene Intros werden auf parallel verlaufenden Rillen gepresst werden, so dass der Hörer nie vorhersehen kann, mit welchem seine Reise beginnt, wenn die Nadel sich auf die Platte senkt. Die zweite Seite endet mit einem Loop, der den Hörer direkt zum Anfang des Albums zurückbefördert. Die Musiker in Nybergs Band kommen aus allen Ecken der skandinavischen Welt: von den Färöer Inseln stammen Teitur und Dánjal á Neystabø an den zwei Klavieren, Mikael Blak am Bass (Eivør) und der Sänger Ólavur Jákupsson (Yann Tiersen). Aus Norwegen kommt der Percussionist Knut Finsrud, aus Dänemark Niels Skovmand an der Violine, Drummer Ulrik Brohuus sowie ein Gastauftritt des renommierten Danish String Quartet, und, last but not least, Komponist und Master of Desaster – Kim Nyberg aus Finnland. Fotos: Soeren Solkaer, DMGrafberger
Afenginn<br><small>Record Release Tour: Klingra</small>
Fr 03
Mai 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Russkaja
"No one is Illegal" Tour 2019
Als erstes: Die Stühle aus dem Saal nehmen, die Tanzfläche freiräumen, die Getränke verteilen und sich in Tanz-Mosh-Polka-Position bringen: RUSSKAJA kommen und es darf gefeiert werden! Alle sind willkommen, keiner muss draußen bleiben, egal wo er herkommt. Auf ihrem sechsten Album No One Is Illegal reißen RUSSKAJA nicht nur musikalische Grenzen nieder, sondern mischen sich ein: Einfach mal sagen, was Sache ist, und das heißt: Miteinander statt gegeneinander. Mit 12 bläserstarken, rockenden und enorm tanzbaren Tracks verknüpfen RUSSKAJA auf No One Is Illegal den Ernst des Lebens mit der Freude am Dasein. „It’s time for a love revolution, we’re gonna change the world“, shoutet Frontmann Georgij Makazaria mit seiner markanten Stimme im Song Love Revolution und bringt damit auf den Punkt, wofür RUSSKAJA stehen: Ein Lebensgefühl, das alle Menschen verbindet und das keine Grenzen akzeptiert. Kosmopolitisch, positiv und mit Spaß am Leben. Die Texte auf Russisch, Deutsch und Englisch, die Musik in aller Welt zuhause: Rock, Ska, ein Hauch Latino-Groove und natürlich jede Menge aufputschende Turbopolka und Russendisko. So reißt man Mauern ein und bringt Menschen zusammen. Auch der Titelsong No One Is Illegal macht mit seinem deutsch-englischen Text auf russischen Melodiefetzen und mit einer herzerwärmenden Violine klar, wo diese Band steht: Dort wo keiner ausgeschlossen wird. Die Musik von RUSSKAJA ist so multinational wie die Band selbst: Der gebürtige Russe Georgij Alexandrowitsch Makazaria lebt seit 1990 in Wien und  rief RUSSKAJA im Jahr 2005 ins Leben, nachdem er die Metal-Combo Stahlhammer verlassen hatte. Von Anfang an dabei waren der ukrainische Bassmann Dimitrij Miller und HG Guternigg, der die selbst entwickelte „Potete“ (eine Mischung aus Posaune und Trompete) spielt und u.a. bei der Jazz-Legende Joe Zawinul lernte. Ebenfalls im Team sind Gitarrist Engel Mayr, Drummer Mario Stübler, Trompeter Rainer Gutternigg und Mia Nova an der E-Violine. Seit 2007 ist die in Wien ansässige Band die Hausband der ORF-Late Night-Show „Willkommen Österreich“, in der sie bereits neben Helene Fischer, Nena, Herbert Grönemeyer, Sarah Connor und vielen anderen zu sehen waren. Viermal in Folge standen RUSSKAJA beim legendären Wacken-Festival auf der Bühne (2011-2014 und 2017) und auch sonst gibt es kaum ein relevantes Festival, das sie nicht befeuert haben: Taubertal, Open Flair, Chiemsee Reggae, Deichbrand, Montreal Jazz Fest, Sonnenrot und –zig andere Events wurden von ihrem Highspeed-Polka-Ska-Groove erschüttert, so dass seit 2005 über 1000 gefeierte Auftritte zusammenkamen. Mehr als 20 Millionen Streams und 30 Millionen YouTube Views gehen auf ihre Kappe. Schon das erste RUSSKAJA-Album Kasatchok Superstar (2008), das zwei Jahre nach der Debüt-EP Dawai Dawai (2006) erschien, spielte sich in die Top-15 der Österreichischen Charts, die Nachfolge-Alben Russian Voodo (2010), Energia (2013), Peace Love & Russian Roll (2015) und Kosmopoliturbo (2017) schafften es jeweils in die Austria Top-50. Die Band selbst beschreibt sich als das „genaue Gegenteil von Easy Listening. Ein Clash aus Trash-Metal, Weltjazz, funky Zeugs und rotzigem Rock. Sie ist verschwitzt und ruft: Tanzt! Tanzt! Tanzt!“ Und dass man tanzen und es trotzdem ernst meinen kann, beweist No One Is Illegal mit aufputschenden Beats, lärmigen Bläsern, rotzigen Gitarren, wimmernden bis kreischenden Violinen und nicht zuletzt der rauen und lebenslustigen Stimme Makazarias, der in den Songs ein großartiges, weltenverbindendes Statement nach dem anderen raushaut. „Oh je, Politik…“ mag da der Zauderhans denken, doch der RUSSKAJA-Fan antwortet tanzend: „Oh ja, Politik! Vor allem, wenn es Spaß macht und man dazu tanzen kann.“ Warum RUSSKAJA gerade heute so wichtig sind, erklärt der langjährige RUSSKAJA-Vertraute, weitgereiste Buch-Autor und Erfinder der Russendisko Wladimir Kaminer: „Wenn ich die Augen schließe und die Musik von Russkaja höre, stelle ich mir unseren Planeten vor, der sich immer schneller dreht, um seine eigene Achse und um die Sonne herum. Die Menschen drehen sich mit. Noch nie war das Reisen so leicht und die Unzufriedenheit so groß, das bringt die Massen in Bewegung. Die Syrer aus zerbombten Städten bevölkern alte Kasernen, meine amerikanischen Bekannten, die von ihrer Präsidentenwahl verstimmt sind, wollen nach Europa auswandern, die Russen haben letztes Jahr eine Rekordzahl an Asylanträgen in Amerika gestellt, bei den Deutschen sind alle Kreuzfahrten ausgebucht. Der Dreh der Erde ist unaufhaltsam, er wird schneller, leichter und bunter. Und die Musik von Russkaja auch.“ You’re Not Alone – No One Is Illegal
Russkaja<br><small>'No one is Illegal' Tour 2019</small>
Fr 03
Mai 2019
21:00
Konzert
Maschinenhaus
Green Desert Tree
CD-Release-Konzert
Mit ihrem Debüt „Progressive Worlds“ veröffentlicht die junge Band aus Berlin ein spannungsgeladenes, vielschichtiges und facettenreiches Konzeptalbum. Ein ambitioniertes Projekt, wie es in der immer schnelllebiger und flüchtiger werdenden Musikszene nur noch selten zu finden ist. Neben dem kompositorischen Mastermind Tim Sund (Keyboard und Komposition) bilden Timo Enders (Gesang), Simon Rainer (Gitarren), Alex Will (E-Bass) und Jonathan Gradmann (Schlagzeug) dieses ausdrucksstarke Ensemble. Nicht nur Progressive-Rock-Anhänger dürften an den unterschiedlichen Klanggemälden ihre helle Freude haben – denn die Bandbreite an Sounds und Stimmungen, die „Green Desert Tree“ in ihren Stücken verarbeiten, ist groß. „Ich habe das Glück, dass mein Vater ein großer Musikfan ist. Schon in meiner Kindheit hat er mir auf Autofahrten Genesis, Marillion oder Saga vorgespielt. Später haben mich Bands wie Guns`n`Roses oder Alter Bridge fasziniert“ erinnert sich Enders an seine breit gefächerte musikalische Sozialisation. Oder, wie Sund es formuliert: „Progressive Worlds ist eine spannende Hybris aus traditionellen Klangwelten der 1970èr Jahre, vermischt mit modernen Elementen der Filmmusik, der Klassik und des Jazz.“ Ein beeindruckendes, starkes Debüt einer jungen Band aus Berlin, von der man noch hören wird! Gekürzter Originaltext von Christian Erber, Radio Bremen/NDR Foto: Robert Tomuscheit
Green Desert Tree<br><small>CD-Release-Konzert</small>
So 19
Mai 2019
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Zyprische Miniaturen 2
mit Delirium Elephants
EINTRITT FREI! Anmeldungenan kulturattache@botschaft-zypern.de *please scroll down for english*Wenn der Name einer Band aus einem Experiment abgeleitet wird, bei dem Elefanten mit Halluzinogenen voll gepumpt werden, sollte es nicht überraschen, dass diese Band beim Musizieren gerne experimentiert.Delirium Elephants starteten 2012 mit ihrem atmosphärischen ersten Album "Songs and Poems", 2017 folgte ihr zweites Album "The sound of everything", eine Reise von Montmartre zur unerträglichen Leichtigkeit des Seins.Ihre Live-Auftritte in Zypern gelten als explosiv und höchst originell. Dies ist ihr erster Auftritt in Deutschland.Stefanos Georgiades: Gesang, akustische Gitarre Demetris Zachariou: Musik und Text, Keyboards Christos Katsounotos: E-Gitarre Byron Athinodorou: Bass Constantinos Pavlides: Drums ----------------------------------- ADMISSION FREE! Registration at kulturattache@botschaft-zypern.deIf the name of a band is derived from an experiment involving pumping elephants full of hallucinogens then it should come as no surprise that they love to experiment when it comes to making music.Delirium Elephants started at 2012 with their atmospheric first album Songs and Poems. It was released by the Dutch label 2419. Their second album was released at 2017 by the Greek-UK label The sound of everything. The album consists of ten tracks and is a journey from Montmartre to the unbearable lightness of being. In this diverse album you can experience well made indie pop tunes, haunting melodies, and atmospheric outbursts sometimes in the same song. Their live performances are said to be explosive and highly original.Delirium Elephants are:Stefanos Georgiades: Vox and GuitarChristos Katsounotos: GuitarDemetris Zachariou: Music and Lyrics, Keyboards Byron Athinodorou: BassConstantinos Pavlides: Drums
Zyprische Miniaturen 2<br><small>mit Delirium Elephants</small>