Fr 22
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Sabrina Claudio   *** Das Konzert ist abgesagt. Infos folgen. *** Wir bedauern, dass das heutige Konzert mit Sabrina Claudio im Kesselhaus krankheitsbedingt abgesagt werden musste. Tickets können an den entsprechenden Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Statement der Künstlerin: "Berlin,I'm unfortunately having to reschedule the show tonight. I've been working on trying to get my voice back for the past two days & I just haven't been able to. I've been super conflicted as to whether or not I should cancel because I don't want to disappoint :( But I'm afraid if I keep pushing myself, I may damage my vocals for good. Upset & heartbroken is an understatement. But I refuse to not give you guys the show you deserve. I refuse to give myself to you at anything less than 100%.I will be making a trip back to perform for you and to perform for London. You will be refunded your tickets/m&g's for tonights show. Once I have details as to when the new show will be, I will make a post about it. I'm sorry :("   Bevor Sabrina Claudio vor gerade einmal drei Jahren eine Handvoll Singles auf den Markt brachte, veröffentlicht sie bei YouTube und Twitter vor allem Songcovers. 2017 landen ihre R’n’B -Stücke auf dem Debüt „Confidently Lost“ (2017), einer EP mit sieben selbstgeschriebenen Songs, die das Talent des in Miami aufgewachsenen Mädchens widerspiegeln. Im selben Jahr folgt mit „Unravel Me“ und „Belong to You“ zwei weitere soulige Nummern, die für größere Aufmerksamkeit sorgen. Von da an wird Sabrina Claudio von den Medien als ‚Meisterin der Verführung‘ gefeiert. Beide Songs sind Teil des Mixtapes „About Time“, welches ebenfalls 2017 erschien. Die Platte chartet kurz nach ihrer Veröffentlichung in mehr als dreißig Ländern und von Apple Music wird sie zur „Up Next“-Künstlerin gekürt. Und das junge Talent schreibt weiter fleißig Songs: Schon 2018 erscheint das Album „No Rain, No Flowers“ mit acht intimen Songs, die einen tiefen Einblick in die Seele der Wahl-Kalifornierin liefern. Auch dieses Jahr steht ganz im Zeichen Sabrina Claudios: Nachdem im Mai die Single „Energy“ in Kollaboration mit BURNS und A$AP Rocky auf den Markt kam, folgte am 18. Juni mit „All My Love“ bereits die nächste Single. Wenn man wie Sabrina Claudio so regelmäßig Songs veröffentlicht, sollte man sie den Fans auch live präsentieren. Wer bisher noch nicht in den Genuss kam, sie einmal auf der Bühne zu erleben, hat dazu am 22. November im Berliner Kesselhaus die Gelegenheit.
Sabrina Claudio
Mi 27
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Motionless In White
Support: Skold
Mit Motionless In White besucht uns zwischen dem 21. November und dem 4. Dezember 2019 eine der konstantesten und konsistentesten Metalcore-Bands der gegenwärtigen US-Musikszene. Ihr fünftes Album „Disguise“ ist für den 7. Juni angekündigt und bringt die Band im Winter auf große UK, Russland und Europa-Tournee für sechs Shows auch nach Köln, Hamburg, Berlin, Dresden, München und Karlsruhe. Trotz vieler Besetzungswechsel ist sich die Band aus Pennsylvania stets treu geblieben und bietet den Fans der härteren Gangart eine kraftvolle Mischung aus Metalcore, Alternative Metal und Gothic Metal. Mit ihrem Sound blickt die Formation auf eine seit zehn Jahren kontinuierlich wachsende, weltweite Anhängerschar.  Als sich Motionless In White im Jahr 2005 gründen, drücken alle Mitglieder noch die Schulbank. Trotz ihrer Jugend finden sie schnell einen eigenen Stil, der sich aus hartem Alternative, kraftvollem Metalcore und offensiven Zitaten aus dem Horror-Metal speist. Als sie kurz darauf noch einen Keyboarder in die Band aufnehmen, erweitert sich ihr Sound in Richtung Goth und Synth-Metal. Durch emsiges Touren werden sie von einer größeren Plattenfirma entdeckt und veröffentlichen 2010 ihr offizielles Debütalbum „Creatures“. Es folgen zahlreiche Tourneen, unter anderem mit Blessthefall und Pierce The Veil, die sie auch außerhalb der USA bekannt werden lassen. Doch schon damals zeichnet sich ab, dass die Band mit einem fortwährenden Dilemma zu kämpfen hat: Viele der bei Motionless In White beschäftigten Musiker sind derart gute Instrumentalisten, dass sie von anderen Bands abgeworben werden. Diese stetige Veränderung bringt Unruhe, aber gleichzeitig auch immer wieder frisches Blut für die kreative Arbeit.  So entwickelt sich das zweite Album „Infamous“ (2012) zu einem Dauerbrenner in den US-Metal-Charts. Ihre Stilmerkmale machen Motionless In White zu einem viel gebuchten Act auf allen internationalen Rock- und Metal-Festivals. Dank ihrer zahlreichen Live-Auftritte ist der endgültige Durchbruch zum Greifen nah – und tritt mit dem dritten Album „Reincarnate“ (2014) ein: Das Werk erreicht die Top Ten der US-Charts.  Mittlerweile zählen Motionless In White zu den absoluten Größen des Metalcore, was 2017 auch ihr viertes Album „Graveyard Shift“ eindrucksvoll belegt. Das nun im Juni erscheinende fünfte Werk „Disguise“ entstand erneut in veränderter Besetzung: 2017 verließ Keyboarder Josh Balz die Band, gefolgt von Bassist Devin Sola. Von der Urbesetzung ist nur noch Frontmann Chris „Motionless“ Cerulli übrig, der aktuell begleitet wird von den Gitarristen Ricky „Horror“ Olson und Ryan Sitkowski, Schlagzeuger Vinny Mauro und dem neuen Bassisten Justin Morrow (ex-Nine Ice Kills). Erste Ohrenzeugen des Albums sprechen von dem dunkelsten und eruptivsten, das Motionless In White bislang aufgenommen haben. Man darf also umso gespannter sein auf die anstehende Tour.
Motionless In White<br><small>Support: Skold</small>
Fr 29
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Die Seilschaft   *** Ausverkauft *** "Ich wäre glücklich, wenn meine Lieder für manchen einfach ein Stück seines Lebens sind. Ob er da nun geheult hat bei der Platte oder gelacht, ob er Kraft gefunden oder welche gelassen hat, ist mir egal. Wenn sie nur dazu gehören, zu irgendeinem Leben." -Gerhard Gundermann- Musik und Lyrik von Gundermann hält nach wie vor in Atem. Der Durst, ihn zu hören, ist unerschöpflich, und die Menschen wollen es live. "Schuld" am bemerkenswerten Gerhard-Gundermann-Revival??? hat nicht zuletzt die „Seilschaft“ - jene Band, mit der der legendäre, viel zu früh verstorbene Liedermacher und Rockpoet in den 90er Jahren ein kritisch-anspruchsvolles Publikum in Ost und West erreicht hat. "Schuld" hat auch der junge Leipziger Liedermacher Christian Haase, seit Jahren mit authentischen Gundermann-Interpretationen unterwegs. Gemeinsam holen sie die Spiritualität zurück. Die Seilschaft, 1992 im Proberaum gegründet, nahm mit Gundermann ab 1993 mehrere Studioalben auf, (Der7te Samurai, Frühstück für immer, Engel über dem Revier) die bis heute nichts an Kraft und Tiefe eingebüßt haben. Mit immer ausgereifteren Songs traf die Band den Nerv des Publikums, gerade auch live. Unvergessen sind etwa die Konzerte im Vorprogramm von Bob Dylan oder Joan Baez. Nach Gundermanns unerwartetem Tod 1998 sind immer wieder neue, unveröffentlichte Aufnahmen auf CD und DVD erschienen, auf denen seine Songs von Leben und Tod, von Liebe, Heimat, Entfremdung und Sehnsucht nach Freiheit erzählen. Gundermann war am Ende Seilschaft, und Seilschaft war Gundermann. Mit Mario Ferraro und Michael Nass waren zwei weitere Komponisten ins Team gerückt, die zusammen mit dem Poeten aus Hoyerswerda schrieben und produzierten. Ferraro, Nass und die anderen haben die gemeinsamen Zeiten nie hinter sich gelassen. Nach dem Gundermann-Tribute-Konzert 2008 reiften allmählich Pläne, Songs wie "Brunhilde", "Linda", "Schwarze Galeere" und "Engel überm Revier" neu in die Herzen zu spielen.  Seit Frühjahr 2011 ist es soweit, und das alles scheint erst der Anfang zu sein. Am 15. April 2011 platzte der Berliner „Fritzklub im Postbahnhof“ fast aus den Nähten. Tags darauf war es der Leipziger "Anker, wo sich die Begeisterung an Gundermanns Liedern neu entzündete. Für die alt-neue Seilschaft Grund genug, noch so einiges nachzulegen… an neuen Songs, neuer Kraft und neuer Intensität Bei alldem bildet die "Seilschaft von heute" ein Gemisch der besonderen Art. Neue Gesichter sind hinzugekommen, und die "alten" Barden haben noch Erfahrungen mit ganz anderen Projekten gesammelt. Mit dabei sind: Mario Ferraro und Andy Wieczorek, die gemeinsam die Trash-Polka-Band Polkaholix initiierten und seitdem auch mit Christoph Frenz auf vielen Festivals in ganz Europa unterwegs sind. Michael Nass, der seit 1999 zur Kölner Band BAP gehört, dort auch als Komponist und Co-Produzent agiert und außerdem viele weitere Künstler und Projekte begleitet hat. Tina Powileit, die schon 1987 unter der Regie von Hermann Zschoche im DEFAFilm "Die Alleinseglerin" spielte, mit "Mona Lise" die erste Frauenrockband der DDR. Und nicht zuletzt Christian Haase, der bereits einige CDs mit eigener Band veröffentlicht hat und seit Jahren den Fans auch durch authentische Gundermann-Interpretationen bekannt ist. Foto: Johanna Bergmann
Die Seilschaft
Sa 30
November 2019
20:00
Konzert
Kesselhaus
Pankow - Tour 2019 1987 lag schon Agonie über dem Land DDR. Da nützte auch das mit Pomp gefeierte Berlin Jubiläum nichts mehr. Es verließen laufend und immer mehr Einwohner die Heimat, um im Westen Deutschlands glücklicher zu werden. Wir wollten unser nächstes Album aufnehmen, endlich in einem privaten Studio in Mecklenburg, weiter ab von den Redakteuren und sonstigen Musikbeamten unserer Plattenfirma. Zunächst musste aber doch über Inhaltliches diskutiert werden. Also fuhren wir zu Herrn ...nach hause. Als wir sagten, das Album solle "Aufruhr in den Augen heißen" bekam er ein Flimmern, könnte es nicht auf "Power in den Augen" geändert werden, wir fragten ihn zurück, ob es seine Meinung, oder die seines Chefs wäre. Die Antwort blieb er schuldig, (weil er selber kurz danach einer von den Ausreisern war), so blieb es bei Aufruhr.... Mit dem gleichnamigen Lied wollten wir einen Typ Mensch beschreiben, der sich nicht über Äußerlichkeiten definiert. Gib mir'n Zeichen hatte Jürgen ursprünglich für einen Film geschrieben, mit einem Text über Pubertärende. Das ewige Thema Liebe in unserem Alter war uns wichtiger, also kam die Idee, die dann dem Lied diese Richtung verpasste. Aus der selben Schublade kam auch Marilyn, wir waren große Fans von der Monroe, unser Alltag nach den Muggen sah prosaischer aus, Rainer Kirchmann schrieb die wunderbare Musik dazu. Wieder auf der Straße ist auch so ein Lied, wo aber unser ewiges Unterwegs sein noch dazu kam. Das Lied Einsam ist eine Reflektion auf Andrés Armeezeit, wohl der dunkelste Abschnitt seines Lebens. Das später berühmte Lied Langeweile ist eine, uns nur zu gut bekannte Stimmung, dass es nach Veröffentlichung eine solche politische Dimension bekam, war weder unseren müden Zensoren, noch uns selber so klar, darauf machte uns erst (negativ) ein hoher SED Funktionär aufmerksam, der das Lied verbieten lassen wollte und nach der Wende unsere Fans, die das Lied besonders mochten und mögen. "Ich bin bei Dir" ist ein Lied, weil wir zu dieser Zeit noch auf Veränderung der Verhältnisse hofften und wollten, dass sich die Kritiker der DDR daran beteiligten, anstatt auszureisen, eine Illusion. Das Album ist für uns bis heute Maßstab für das, was wir sein wollen mit unserer Musik, mit all den Themen, den Riffs, der Härte und Zärtlichkeit. Wenn wir im Jahr 2017 das Album noch einmal als ( Unplugged Live-Version ) heraus bringen, dann, weil wir von der Qualität und der Zeitlosigkeit der Lieder überzeugt sind.
Pankow - Tour 2019